Statistisches Bundesamt

Corona-Pandemie führt zu Übersterblichkeit in Berlin und Brandenburg

Durch Corona sind die Todeszahlen in Berlin und Brandenburg gestiegen. Der Anstieg sei nicht allein durch eine alternde Bevölkerung zu erklären.

Team News dpa/AFP/dak
2 Min
Die höchste Übersterblichkeit gab es in Sachsen (Symbolbild).

Die höchste Übersterblichkeit gab es in Sachsen (Symbolbild).

© imago/Christian Thiel

In ganz Deutschland gab es im genannten Zeitraum 1.009.150 Sterbefälle, 70.734 oder 7,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Damit liegen die Werte bei der Übersterblichkeit in Berlin und Brandenburg deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Die höchste Übersterblichkeit gab es in Sachsen mit einem Plus von 19 Prozent.

„Anstieg der Sterbefallzahlen maßgeblich durch Pandemie beeinflusst“

Seit Beginn der Pandemie seien in Deutschland mehr Menschen gestorben, als unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung zu erwarten gewesen wäre, sagte der Vizepräsident des Statistischen Bundesamtes, Christoph Unger. „Der Anstieg der Sterbefallzahlen ist nicht allein durch die Alterung der Bevölkerung erklärbar, sondern maßgeblich durch die Pandemie beeinflusst.“ Das Robert Koch-Institut gibt die Gesamtzahl der Corona-Toten mit 104.512 (Stand: 9.12.) an.

Die hohe bundesweite Übersterblichkeit seit Anfang September 2021 erklären sich die Statistiker nicht nur durch die gemeldeten Corona-Todesfälle. Auch verschobene Operationen und Vorsorgeuntersuchungen seien ein möglicher Grund, ebenso wie unentdeckte Corona-Infektionen.

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