Fast 2 200 Unterschriften für den Bau einer Verbindungsstraße zwischen Karow und der Bundesstraße 2 sind gestern in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung übergeben worden. "Die Straße hat für uns oberste Priorität", sagte Wolfgang Horn, Chef der Einwohnerinitiative Neu-Karow, die die Unterschriftenaktion organisiert hatte. Denn im Neubaugebiet des Pankower Ortsteils leben inzwischen rund 12 000 Menschen. Die Verkehrsverbindungen beispielsweise in die Innenstadt sind für sie miserabel. Dabei war laut Horn bereits 1994 im Städtebaulichen Vertrag zum Bau des Wohngebietes festgelegt worden, dass Karow-Nord eine eigene Verkehrsanbindung bekommt. Nach den Planungen im Bezirk soll die Trasse von der Bundesstraße über freies Feld zur Karower Bahnhofstraße und ein Abzweig zur Straße Am Hohen Feld führen. Die Situation hat sich noch verschlimmert, nachdem ein Schleichweg von der Neubausiedlung zur B2 - die so genannte Baustraße - Ende Dezember nach Anwohnerprotesten für den Autoverkehr gesperrt werden musste. "Seitdem sind die Staus noch länger geworden", sagte Horn. Zwar sei inzwischen mit einem ersten Teilabschnitt der Straße begonnen worden, für weitere Teilabschnitte seien aber noch nicht einmal die nötigen Flächen gekauft worden. "Wir wollen vom Senat wissen, ob die Bebauungspläne noch gültig sind und wann die Straße endlich fertig wird." (rb.)
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