Sanktionen

20 Prozent mehr Russland-Gas: EU-Importe über TurkStream schießen vor dem Verbot hoch

Weniger LNG für Europa als im Vorjahr, wieder mehr Gas über TurkStream: Neue Zahlen zeigen, wie schwer der EU der Ausstieg fällt. Woher kommt der Ersatz?

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Ein Arbeiter an der TurkStream-Pipeline in Russland: Über die Route floss im Oktober gut 20 Prozent mehr Gas in die EU als im September.

Ein Arbeiter an der TurkStream-Pipeline in Russland: Über die Route floss im Oktober gut 20 Prozent mehr Gas in die EU als im September.

© Dmitry Feoktistov/imago

Europa will russisches Gas aus seiner Versorgung verbannen. Schon zum Jahreswechsel greift das vollständige LNG-Importverbot, im kommenden Herbst folgt das Pipelinegas. Doch die LNG-Einfuhren, die Europas Abkehr von russischem Pipelinegas ermöglichen sollen, liegen vor dem Winter noch immer deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Über Russlands letzte große Pipeline-Route in die EU floss im Oktober wieder mehr Gas. Die Monatssumme der TurkStream-Lieferungen stieg gegenüber September um gut 20 Prozent; im Tagesdurchschnitt betrug das Plus knapp 17 Prozent. Das zeigt eine Auswertung neuer ENTSOG-Daten durch die Berliner Zeitung.

Wie will die EU russisches Gas ersetzen, wenn die LNG-Importe stagnieren und die Lieferungen über TurkStream vor dem geplanten Ausstieg wieder kräftig steigen?

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