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200 Rinder gestohlen: Brandenburger „Soko Weide“ gelingt Schlag gegen Viehdiebe

Monatelang verschwanden in Brandenburg Rinder von den Weiden. Nun hat die Polizei zwei mutmaßliche Täter aus Polen gefasst.

2 Min
Über 200 Rinder sind verschwunden.

Über 200 Rinder sind verschwunden.

© Boris Roessler/dpa

Nach dem Diebstahl von mehr als 200 Rindern in Brandenburg hat die Polizei zwei mutmaßliche Täter festgenommen. Bei den Verdächtigen handele es sich um zwei polnische Männer im Alter von 46 und 41 Jahren, teilte eine Sprecherin der Polizei mit. Beide befänden sich inzwischen in Untersuchungshaft.

Die Festnahmen erfolgten den Angaben zufolge vor wenigen Tagen. Einer der Männer sei in Polen gefasst worden, der andere an einer Raststätte im brandenburgischen Berstetal.

Die beiden Verdächtigen sollen laut Polizei für mehrere Fälle von Viehdiebstahl in Brandenburg verantwortlich sein. Zwischen März und Mai dieses Jahres sollen sie die Rinder in Viehtransporter verladen und über die Grenze nach Polen gebracht haben.

„Soko Weide“ ermittelte in Südbrandenburg

Der Fall hatte in den vergangenen Monaten für Aufsehen gesorgt. Wie diese Redaktion bereits Anfang Juni berichtete, verschwanden allein in Südbrandenburg in drei Fällen rund 150 Rinder von den Weiden. Die Polizei hatte von einer „sehr hohen kriminellen Energie“ gesprochen und eigens die „Soko Weide“ eingerichtet. Der Bauernverband war von professionellen Viehdieben ausgegangen.

Die Ermittlungen galten als schwierig, weil die Täter in der Nacht agierten und viele Weiden in der Region weit von Wohnhäusern entfernt liegen. Nach Angaben eines Polizeisprechers gegenüber der Ostdeutschen Allgemeinen verfügten die meisten Landwirte weder über Kameras noch über Beleuchtungsanlagen. Die Sicherung der oft großen Weideflächen sei zudem kostspielig.

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Kontrollen an der Grenze

Um weitere Transporte zu verhindern, hatte die Polizei im Frühsommer verstärkt Lastwagen kontrolliert, wie diese Redaktion bei einer Kontrolle nahe Groß Bademeusel wenige Kilometer vor der polnischen Grenze beobachtete. Geprüft wurden dabei stichprobenartig Sattelschlepper und Transporter, die für den Abtransport von Vieh geeignet erschienen.

Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) hatte anlässlich der Delegiertenversammlung des Landesjagdverbands in Paaren/Glien auch die Jägerschaft um Unterstützung gebeten. „Die Diebe schlagen vermutlich in der Nacht oder am frühen Morgen zu – also dann, wenn unsere Jägerschaft auf der Pirsch ist“, sagte Redmann damals. „Hilfe vom Hochsitz ist deshalb immer willkommen.“ Die Jäger sollten sich dabei aber nicht in Gefahr bringen. (mit dpa)

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