Die Brückenstraße ist Klischee pur. Hier scheinen die Millionen spanischer oder amerikanischer Besucher, die jährlich in die deutsche Hauptstadt strömen, es noch vorzufinden: das Berlin der besetzten Häuser, das Berlin der durchzechten Nächte und vor allem das Berlin der billigen Mietverträge. Nur, wer sich heute in der Brückenstraße eine Wohnung kaufen möchte, der merkt schnell, das Berlin des Jahres 2021 hat nur noch wenig mit der Welt von damals zu tun. Derzeit etwa wird auf Immowelt in der Brückenstraße 10B eine sanierte Dachgeschosswohnung zum Kauf angeboten. 104 Quadratmeter, vier Zimmer, Balkon und Bad für 988.095 Euro. Das sind mehr als 9500 Euro pro Quadratmeter. Eine Wohnung, die sich die meisten Berliner bei einem durchschnittlichen Bruttogehalt von 3770 Euro im Monat unmöglich leisten können.
Titelstory
Müssen wir diesen Mann enteignen? Berliner Immobilienzar Jakob Mähren im Porträt
Nirgendwo steigen die Mieten so rasant wie in Berlin. Menschen wie Jakob Mähren sind für viele berechnende Treiber der Entwicklung. Aber stimmt das überhaupt?
Jesko zu Dohna
Maximilian Both
Fotos: Jacobia Dahm
17 Min
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Jakob Mähren in seiner Firmenzentrale am Kurfürstendamm
© Jacobia Dahm
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