Pandemie

Wegen Omikron: RKI für sofortige „maximale Kontaktbeschränkungen“

Das gab das Robert-Koch-Institut in einer neuen Fassung von Corona-Strategien bekannt. Die aufgelisteten Maßnahmen sollten demnach bis Mitte Januar bestehen.

Marie-Luise Grauel Team News AFP/mlg
2 Min
RKI-Chef Lothar Wieler und Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Noch bleibt abzuwarten, ob und wenn ja, die RKI-Maßnahmen in politische Beschlüsse überführt werden (Archivbild). 

RKI-Chef Lothar Wieler und Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Noch bleibt abzuwarten, ob und wenn ja, die RKI-Maßnahmen in politische Beschlüsse überführt werden (Archivbild). 

© imago/Chris Emil Janssen

Das Strategiedokument nennt einige konkrete Empfehlungen der RKI-Experten, die zum Teil deutlich über die Pläne der Bund-Länder-Runde hinausgehen: so etwa die Verlängerung der Weihnachtsferien von Schulen und Kitas; die Schließung auch von Restaurants, Bars und Sportstätten im Innenbereich sowie die Umstellung des Unterrichts in Universitäten und anderen Hochschulen auf Distanzunterricht.

RKI-Forderungen: schneller impfen, Reisen reduzieren 

Gefordert werden zudem eine maximale Geschwindigkeit bei der Impfung der Bevölkerung, eine Reduzierung des Reisens auf das „unbedingt Notwendige“ sowie eine „intensive Begleitkommunikation zum Verständnis der Maßnahmen“.

Erste Analysen des RKI hätten gezeigt, „dass Omikron bereits Anfang Januar 2022 die Mehrzahl der Infektionsfälle in Deutschland und mehrere zehntausend Infektionsfälle täglich ausmachen kann“, heißt es in dem Papier. Unter den derzeitigen Bedingungen liege die Verdopplungszeit in Deutschland bei etwa drei Tagen.

Bei den Empfehlungen handelt es sich um die erste Aktualisierung der RKI-Corona-Strategie seit drei Monaten. Die Neufassung sei nötig geworden, weil „durch diese Variante mit einer Infektionswelle von bisher noch nicht beobachteter Dynamik gerechnet werden muss“, heißt es in dem Papier.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sagte in der Bund-Länder-Schalte, es gebe keine wissenschaftliche Zensur, die Veröffentlichung des Papiers sei aber „nicht abgestimmt“ gewesen, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern erfuhr. Das dürfe nicht passieren.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner