Mehr Geld, höhere Freibeträge

Bildungsministerin verspricht Studenten schnelle Bafög-Reform

Bettina Stark-Watzinger will der Studierendenförderung Bafög „einen Schub geben“. Die Förderzeiten sollen verlängert, der Studienwechsel erleichtert werden.

Team News AFP
2 Min
Die neue Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP)

Die neue Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP)

© Imago/Florian Gaertner

Stark-Watzinger will Studienanfänger aus ärmeren Familien besonders fördern: „Um Studierende aus sozial schwachen Familien stärker zu unterstützen, werden wir Starthilfepakete im Umfang von bis zu 1500 Euro einführen.“ Hohe Kosten für ein Laptop oder andere nötige Anschaffungen zum Studienstart dürften keine Hürde für ein Studium sein.

Stark-Watzinger: Bafög soll elternunabhängiger werden

In einem zweiten Schritt solle das Bafög elternunabhängiger werden, so die Ministerin. „Nicht das Einkommen der Eltern soll künftig entscheidend sein“, sagte sie den Funke-Zeitungen. Unabhängig von der finanziellen Lage der Familie sollen Studierende demnach künftig die Kindergrundsicherung direkt ausgezahlt bekommen.

An diesem Mittwoch befasst sich das Bundeskabinett mit dem neuen Bafög-Bericht. Der Bericht zeige, dass die Zahl der Anspruchsberechtigten und die Zahl der Geförderten weiter gesunken sei, sagte Stark-Watzinger den Zeitungen. „Zuletzt wurden nur noch 18,5 Prozent der Anspruchsberechtigten gefördert, das ist knapp jeder Fünfte.“ Mit Blick auf die Gesamtzahl der Studierenden sei das bitter. „Ich möchte dem Bafög deshalb so schnell wie möglich einen Schub geben“, sagte die Ministerin.

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