Drosten führt zwei Gründe an, die für eine Verkürzung sprechen: Erstens sei die Kontrolle der Quarantäne vor allem dann, wenn die Omikron-Welle stärker wird, kaum zu gewährleisten. Wenn vonseiten der Behörden nicht mehr ausreichend kontrolliert werden könne, bringe es nichts, einen „Papiertiger“ zu treiben, so Drosten.
Drosten auch offen für eine Verkürzung der Isolationsfrist
Zweitens sei die Quarantäne an sich „keine sehr einschneidende Maßnahme“: Sie komme bei Kontaktpersonen oft zu spät.
Im Falle einer Abschaffung der Quarantäne müsse man sich allerdings klar machen, so Drosten, dass einige Menschen das Virus weitergeben werden. Das gelte es im Blick auf einen politischen Beschluss, der in den nächsten Tagen zu erwarten ist, sorgsam abzuwägen.
Verkürzung der Quarantäne: Giffey widerspricht Lauterbach und Co.
Drosten zeigte sich auch offen für eine Verkürzung der Isolationsfrist von Infizierten – sofern es sich um „essenzielle Arbeitskräfte“ handle, der Krankheitsverlauf mild ausfalle und im Voraus negative Schnelltests vorgelegt werden könnten. Drosten resümiert: „Wir reißen das Tor nicht komplett auf, aber wir müssen die Tür für das Virus an einigen Stellen weiter öffnen.“ An welchen Stellen geöffnet wird, sei allerdings eine politische Entscheidung.
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