21-Jähriger muss jetzt mit härterer Strafe rechnen

Häftling sägte Gitter durch und verschwand

Lutz Schnedelbach
1 Min

Ein 21-jähriger Untersuchungshäftling ist in der Nacht zum Mittwoch aus dem Haftkrankenhaus in Plötzensee geflüchtet. Der Mann hatte einen Gitterstab vor seinem Zellenfenster durchgesägt. Dann knotete er mehrere Bettlaken zusammen und seilte sich ab. Er lief über den Hof, kletterte über ein paar Mauern und verschwand. Nach ihm wird jetzt gefahndet. In den meisten Fällen würden geflohene Gefangene auch wieder erwischt, sagte ein Polizeisprecher. Der Ausbrecher hatte im August dieses Jahres einen VW Golf aufgebrochen und kurzgeschlossen. Bei einer Verkehrskontrolle wurde er von der Polizei erwischt und erhielt Haftbefehl. In den nächsten Wochen sollte seine Gerichtsverhandlung stattfinden. Der Mann konnte wegen seines Delikts mit einer Bewährungsstrafe rechnen. Dann hätte er die Haftanstalt auf offiziellem Weg verlassen können. Doch damit ist es vermutlich jetzt vorbei. Der 21-Jährige muss nun damit rechnen, dass der Richter das Strafmaß voll ausschöpft. Über das Motiv der Flucht ist nichts bekannt. Unklar ist auch, woher der Autodieb das Werkzeug hatte, mit dem er die Gitterstäbe durchtrennte. Das Haftkrankenhaus galt bisher als sicher. (ls.)

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