Als das Lager stand, bot sich den Anwohnern freie Sicht auf das Leben hinter dem Zaun. Sie sahen, wie die Trupps von Frauen und Männern zu ihren Arbeitsplätzen marschierten und abends erschöpft zurückkamen. Die Volksgemeinschaft verstand die Zwangsarbeit als Teil des Kriegsalltags, als Normalität. Erst Jahrzehnte später regte sich schlechtes Gewissen.
Zwangsarbeiter in Berlin
Zwangsarbeit im Kiez – Zum Wohle des deutschen Volkes
Die Lager standen mitten in Wohngebieten. Trotz aller Forschung liegen Teile des Verbrechens noch im Dunkeln: der Milliardenraub von Steuer- und Sozialabgaben.
Maritta Tkalec
9 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Blick in die Dauerausstellung im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide.
© Sabine Gudath
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*