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Wirtschaft

Börsen stürzen ab: Moskau, Asien und Dax massiv unter Druck

Der Zuspitzung im Konflikt Russlands mit dem Westen hat die Aktienmärkte zunächst auf Talfahrt geschickt. Der Dax drehte zum Mittag aber wieder ins Plus.

Team News Eva Maria Braungart eb/dpa
3 Min
Händler der Hana Bank in Seoul am 22. Februar.

Händler der Hana Bank in Seoul am 22. Februar.

© AFP

Der eskalierende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hat am Dienstag zu einer Fortsetzung der Talfahrt an den Aktienmärkten geführt. Der Dax fiel auf ein weiteres Tief seit März vergangenen Jahres. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte gegen internationalen Protest die selbst ernannten Volksrepubliken Luhansk und Donezk als souveräne Länder anerkannt und per Dekret die Entsendung russischer Soldaten angewiesen.

Kurz nach dem Handelsstart büßte der deutsche Leitindex 2,23 Prozent auf 14402,96 Punkte ein. Der MDax der mittelgroßen Werte sackte um 2,56 Prozent auf 31503,59 Punkte ab. Europaweit eröffneten die Börsen ebenfalls mit deutlichen Verlusten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 2,12 Prozent auf 3901,10 Punkte nach. In Asien war die Stimmung angesichts der Russland-Krise ebenfalls stark eingetrübt. Bis zur Mittagszeit wurden die Verluste an den meisten Börsen Europas weitgehend wettgemacht. Auch der Dax, der zum Handelsstart unter 14.400 Punkte auf den tiefsten Stand seit Anfang März 2021 sackte, drehte ins Plus: Zuletzt gewann der deutsche Leitindex 0,14 Prozent auf 14 751,91 Zähler.

Aktienmarkt in New York reagierte am Dienstagmorgen noch nicht

Auch der Einbruch der russischen Börse wegen der Eskalation im Ukraine-Konflikt setzt sich nahtlos fort. Der RTS-Index sackte am Dienstagmorgen um fast 9 Prozent auf 1101 Punkte ab. Damit steuert der Moskauer Leitindex auf den vierten Verlusttag in Folge und einen Gesamtverlust in diesem Zeitraum von mehr als einem Viertel zu.

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Konfliktes sind auch die asiatischen Börsen am Dienstag gefallen. Zu einem Einbruch kam es aber nicht. In Tokio ging der Leitindex Nikkei 225 mit einem Minus von 1,71 Prozent bei 26 449,61 Punkten aus dem Handel. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland verlor 1,3 Prozent auf 4574,15 Punkte. Für den Hang-Seng-Index in Hongkong ging es zuletzt um 2,92 Prozent auf 23 464,71 Punkte bergab.

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Zudem soll russisches Erdgas weiter fließen. „Russland beabsichtigt, die ununterbrochenen Lieferungen dieses Rohstoffs, einschließlich des Flüssiggases, an die Weltmärkte fortzusetzen“, sagte Putin dem Kreml zufolge. Russland ist einer der wichtigsten Energie-Exporteure. Wegen des Konfliktes legten auch die Rohölpreise zu. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent wurde mit 98,14 Dollar gehandelt und war damit 2,75 Dollar teurer als am Montag.

Der Aktienmarkt in New York konnte am Montag noch nicht reagieren, denn der Taktgeber Wall Street hatte wegen eines Feiertages geschlossen. Wie das Manager Magazin berichtete, notierten die Futures der wichtigsten Aktienindizes in den USA am Dienstagmorgen (MEZ) allerdings im roten Bereich.

Auch die Kryptowährungen geraten zunehmend unter Druck. Der Bitcoin notierte auf der Handelsplattform Bitstamp am Morgen bei knapp 37.000 US-Dollar und damit rund 1000 Dollar schwächer als noch am späten MOntagabend. Auch andere Kryptowährungen wie Ether gerieten unter Druck, berichtete das Manager-Magazin.

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