Die USA haben der Ukraine Raketen vom Typ ATACMS geliefert, die von Kiew bereits am Dienstag gegen die russischen Truppen in der Ostukraine eingesetzt wurden. „Die ATACMS haben sich bewährt“, lobte Präsident Wolodymyr Selenskyj den Einsatz.
Der russische Präsident Wladimir Putin wurde dazu auf der Pressekonferenz nach dem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Peking befragt. Die Lieferung amerikanischer ATACMS-Raketen an die Ukraine schaffe „zusätzliche Bedrohungen“, aber die russische Armee werde diese Angriffe abwehren können, kommentierte Putin und fügte hinzu: „Krieg ist Krieg“ (Zitat nach Meduza, einem unabhängigen russischsprachigen Exilmedium mit dem Sitz in Riga, Lettland).
Wladimir Putin: „Wenn Russland den Krieg verloren hat, wozu dann die ATACMS-Raketen liefern?“
Das ist eine eher untypische Wortwahl für den Kreml-Chef, der den Krieg gegen die Ukraine an die eigene Bevölkerung sonst als „Sonderoperation“ verkauft. Die in Russland ansässige Medien dürfen den Begriff ebenfalls nicht verwenden – sonst droht ihnen eine Sperrung oder sogar eine strafrechtliche Verfolgung. Auf die weitere Frage eines ausländischen Journalisten, ob Russland den Krieg gegen die Ukraine verloren habe, antwortete Putin: „Wenn Russland den Krieg verloren hat, wozu dann die ATACMS-Raketen liefern? Mögen die USA dann ATACMS und alle anderen Waffen zurücknehmen. Möge sich Biden (an den Tisch, Anm. d. Red.) für die Pfannkuchen setzen und zu unserer Teeparty kommen.“ Zuvor hat Putin erzählt, wie die Gespräche mit Xi gelaufen waren. Man habe zuerst ein Geschäftsessen mit den Außenministern gehabt, dann habe er sich bei einer Tasse Tee zwei Stunden lang persönlich und vertraulich mit Xi unterhalten.
Zehn Jahre Neue Seidenstraße: Putin lobt Xis Pläne zur Neuordnung des Welthandels
Profitiert nur China von der Neuen Seidenstraße? Duisburger Hafen widerspricht
Die ATACMS-Lieferungen würden die Lage an der Kontaktlinie nicht ändern, behauptete Putin weiter. Dies sei ein weiterer Fehler der Vereinigten Staaten, die zunehmend in „diesen Konflikt hineingezogen werden“. Auch für die Ukraine habe das nichts Gutes gebracht. „Also starteten sie die lange angekündigte und lang erwartete Gegenoffensive in Richtung Cherson. Es gibt kein Ergebnis, es gibt Verluste“, so Putin.
Experten des US-amerikanischen Instituts für Kriegsstudien (ISW) in Washington hatten zuvor entgegnet, dass die ukrainischen ATACMS-Schläge die russische Invasion beeinflussen würden. Russland werde wahrscheinlich gezwungen sein, Hubschrauber und Flugzeuge auf Basen weiter entfernt von der Frontlinie zu verlegen, so die amerikanische Prognose. Die Raketen mit großer Reichweite seien auch eine „bedeutende Gefahr“ für russische Munitionsdepots im Hinterland. ATACMS-Raketen, die vom Boden aus gegen Ziele am Boden abgefeuert werden, haben nach Angaben des Rüstungskonzerns Lockheed Martin eine Reichweite von bis zu 300 Kilometern und treffen sehr präzise. Die Lieferungen an die Ukraine sind mit Streumunition bestückt, die sich beim Abfeuern in der Luft öffnet und Hunderte sogenannter Bomblets freisetzen.
Haben Sie Feedback? Schreiben Sie uns! [email protected]
Empfehlungen aus dem BLZ-Ticketshop:
Das Ballett „Der Nussknacker“ zu Weihnachten 2025 in Berlin. Tickets hier!
Das Ballett „Schwanensee“ kommt am 03.01.2026 wieder nach Berlin. Tickets hier!
Immersive Ausstellung „Dalí Surreal“ in Berlin 2024. Tickets hier!
FALLING | IN LOVE: Die neue Show im Friedrichstadt-Palast. Tickets und Infos!
Friedrichstadt-Palast Young Show „Frida & Frida“ ab November 2025! Tickets hier!
Halloween Party 2023 im Frederick’s: Let’s have a Grusel-Party! Tickets hier!
Pferderennen Hoppegarten 2026 | Renntag Ticket hier!
Weihnachtliche Schiffstour auf der Spree mit 3-Gänge-Buffet. Tickets hier!
Schiffstour „Winterliche City Tour“ in Berlin mit 2-Gänge-Menü. Tickets hier!
Weihnachtsfeier für Firmen in Berlin | Ideen 2026
Weihnachten in Berlin 2026 | Tipps
Silvester in Berlin 2025: Tipps für Veranstaltungen, Partys, Shows. Und Tickets!
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]