Doch der Drang heraus aus der Enge der DDR-Gesellschaft, „ins Offene“, wie Angela Merkel es beschrieb, war zu stark in der Bevölkerung. Frei reisen, frei reden, frei entscheiden, frei konsumieren – das wollten sie. Dass die Ostdeutschen diese Dinge durch den Beitritt zur Bundesrepublik rasch erlangen würden, dieser Hoffnung hatten weder die alten SED-Genossen noch die von der „gewendeten“ PDS etwas entgegenzusetzen. Ihre Zeit war vorbei.
Deutsch-deutsche Geschichte
Egon Krenz: Ein Zeitzeuge wird 85
Jahrzehntelang gehörte er zum Spitzenpersonal der herrschenden Partei. Das Ende der DDR konnte er nicht verhindern, aber den blutigen Ausgang.
Maritta Adam-Tkalec
Maritta Tkalec
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Egon Krenz
© Berliner Zeitung/Paulus Ponizak
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