Italien

„Ich komme ans Ende“: Wirbel um Instagram-Post von Reinhold Messner

Mit einem Post auf Instagram versetzte die Bergsteiger-Legende seine Fans in Sorge. Was er damit genau meinte, sagte er nun einer italienischen Zeitung.

Federica Matteoni fem
3 Min
Reinhold Messner

Reinhold Messner

© Karina Hessland/imago

Mit einem Instagram Post löste die südtiroler Bergsteiger-Legende Reinhold Messner in den vergangenen Tagen große Besorgnis unter seinen Fans aus: „Ich komme ans Ende, das ist die Realität“ schrieb der 79-Jährige.

Zu dieser Aussage postete Messner ein Foto, das ihn auf einem kleinen Boot in der Mitte eines Sees, umgeben von Bergen und unter einem wolkenverhangenen Himmel zeigt.

„Ich gehe mit einem guten Gewissen, weil ich weiß, dass ich ein guter Mensch war, dass ich alles gegeben habe, dass ich ein liebevoller Vater, ein guter Freund und ein guter Bruder war. Jetzt ist es an der Zeit, meine letzten Träume zu leben und die Menschen zu lieben, die mir so viel bedeuten, aber das Wichtigste ist die Dankbarkeit“.

Auf diesen Beitrag in englischer Sprache folgte eine Flut von Kommentaren von Fans, die sich um den Gesundheitszustand des weltberühmten Bergsteigers besorgt zeigten und ihn dazu ermutigten, den Glauben an die Zukunft nicht zu verlieren. 

Die Fans schrieben Kommentare auf Englisch, Italienisch und Deutsch: „Hey, mach bitte keine Witze“, „Legenden gehen nie weg und sind für immer da“, und „Du bist und bleibst unsterblich“. Viele verstanden den Instagram-Beitrag als eine Art Abschied.   

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Einige Tage später äußerte sich Messner gegenüber der italienischen Zeitung Corriere della Sera, die nach den Gründen für den Post fragte. Der Bergsteiger stellte im Interview sofort klar: „Mir geht es gut. Ich bin am Flughafen und stehe kurz davor, in einen Flug nach Indien zu steigen, wo ich bis Ende des Jahres bleiben werde.“

Er habe noch viele Pläne, erklärte Messner: „Ich komme zum Ende und akzeptiere diese Tatsache. Ich verschließe nicht die Augen vor den Tatsachen. Aber das bedeutet nicht, dass ich keine Ideen und Projekte habe, so sehr, dass ich nach Indien gehe, um das zu tun, was ich gerne tue, nämlich ein Studienprojekt über die Berge“.

Es gebe also keinen Grund zur Sorge, beruhigte der Bergsteiger seine Fans: „Alles ist in Ordnung“, fügte er hinzu, „aber ich bin nicht mehr in meinen Zwanzigern oder Sechzigern“.

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