Bärenstein Calling

Über Schlössersammler und Lithium-Spekulanten: Ein Besuch in Bärenstein

Eine kleine Gemeinde im Erzgebirge hat ein Problem mit einem Berliner Immobilienhai und mit Spekulanten für Bergbau. Noch ist es einfach ein wirklich schöner Ort.

Sören Kittel
Sören Kittel
4 Min
Im Winter sieht Bärenstein im Erzgebirge aus wie ein Märchendorf. 

Im Winter sieht Bärenstein im Erzgebirge aus wie ein Märchendorf. 

© Bärenstein

Es gibt einen Hügel mit einer großen Wiese direkt im Erzgebirge, auf dem stehen manchmal Klapptische und Klappstühle. Dann sitzen dort Menschen im Feld und frühstücken oder brunchen vor einem sehr weiten Horizont. Das ist unter anderem möglich in Bärenstein, diesem schönen kleinen Ort, ziemlich genau drei Autostunden entfernt vom Berliner Alexanderplatz.  

Mit dem Zug ist es ein bisschen komplizierter: per Eurocity nach Dresden, dann mit der S2 nach Heidenau – und dann noch eine gute halbe Stunde mit dem RB72 durch die Berge zuckeln. Plötzlich liegt dort Bärenstein, ein kleines 2000-Seelen-Örtchen mit Kirche, Kita und einem Tante-Emma-Laden mitten im Erzgebirge. Einmal in der Woche hält der Wurstwagen mit einer Wildschwein-Knacker, die besser schmeckt als die vom Kollwitzmarkt.

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