Die in Deutschland durchschnittlich gezahlten gesetzlichen Altersrenten lagen im Jahr 2022 bei 1373 Euro pro Monat – für die Männer. Frauen bekamen noch weniger – 832 Euro –, sodass sie tief unter die Armutsgrenze fallen.
Das hält Politiker keineswegs davon ab, die Renten noch mehr kürzen zu wollen. So forderte der baden-württembergische Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne): „Weder die Rente mit 63 noch die Mütterrente dürfen in Stein gemeißelt sein.“ Damit steht er leider nicht allein. Die staatliche Rente zu zerlegen, hat in Deutschland seit mehr als 30 Jahren schlechte neoliberale Tradition. Nicht nur in Zeiten ungedeckter Sonderschulden und Inflation wie heutzutage, wo Rentner mit ihren schmalen Einkommen den vollen Kaufkraftverlust erleiden, denn einen Inflationsausgleich erhalten sie nicht.
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Dringend reformbedürftig: Warum Deutschland ein besseres Rentensystem braucht
Das deutsche Rentensystem weist einige Defizite auf, findet unser Autor. Gerade einer weiteren Kürzung der Renten steht er kritisch gegenüber.
Herbert Göstl
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Der Kaufkraftverlust bei Rentnern ist durch die Inflation besonders stark.
© Sebastian Wells/OSTKREUZ
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