Paul Alexander, bekannt als der „Mann mit der Eisernen Lunge“ ist tot. Der Anwalt aus Dallas starb am Montag im Alter von 78 Jahren, wie Christopher Ulmer, Organisator einer Spendenseite für „Polio Paul“ – so Alexanders Spitzname – mitteilte. „Paul, wir werden dich vermissen, aber uns immer an dich erinnern. Danke, dass du deine Geschichte mit uns geteilt hast“, schrieb Ulmer. Mehr als 70 Jahre hatte Paul Alexander mit der Eisernen Lunge gelebt.
Paul Alexander war im Alter von sechs Jahren an Poliomyelitis erkrankt, allgemein als Polio oder Kinderlähmung bekannt. Dabei handelt es sich um eine ansteckende Krankheit, die durch das Poliovirus verursacht wird. Sie betrifft hauptsächlich Kinder unter fünf Jahren, kann aber Menschen jeden Alters treffen. Polio kann zu Lähmungen führen, die in einigen Fällen dauerhaft sein können. In schweren Fällen kann Kinderlähmung sogar lebensbedrohlich sein, wenn die Atemmuskulatur betroffen ist –bei Paul Alexander war das der Fall.
Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich zunehmend. Alexanders Mutter fuhr mit ihm in die Notaufnahme. Kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus wurde er ohnmächtig, er erlitt einen Atemstillstand. Einem Arzt gelang es, das Leben des Jungen zu retten. Paul Alexander lebte fortan mit der Eisernen Lunge. Bei diesem Gerät liegt der Patient bis zum Hals in einer Metallröhre. Durch Unterdruck wird Luft in die Lunge gesaugt. In der gut zwei Meter langen und mehrere hundert Kilo schweren Metallröhre konnte sich Paul Alexander kaum bewegen.
Trotz dieser Einschränkung unternahm Alexander Reisen, besuchte ein College und wurde Anwalt. Auf moderne Masken wollte er später nicht wechseln – er hatte sich zu sehr an die Eiserne Lunge gewöhnt.
Wie die Schweizer Zeitung 20 Minuten berichtet, erlag Paul Alexander am 11. März einer Covid-Infektion.
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