Kriegsbilanz

22,3 Milliarden US-Dollar nur für Munition: Iran-Krieg reißt Lücken ins US-Arsenal

Der Iran-Krieg hat die USA bis Ende Juni 33,4 Milliarden Dollar gekostet. Zudem sind laut einem Pentagon-Bericht strategische Lücken bei den Munitionsbeständen entstanden.

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Das Pentagon räumt „strategische Bestandslücken“ ein.

Das Pentagon räumt „strategische Bestandslücken“ ein.

© Patrick Semansky/AP/dpa

Der Iran-Krieg hat die USA nach Angaben des Verteidigungsministeriums bis Ende Juni schätzungsweise 33,4 Milliarden Dollar gekostet. Die Kosten beziehen sich auf den Zeitraum vom 28. Februar bis zum 30. Juni, wie AFP unter Berufung auf einen am Montag veröffentlichten Bericht der Generalinspektion des Ministeriums berichtet. Allein 22,3 Milliarden Dollar entfielen demnach auf verbrauchte Munition.

Der Einsatz habe zu „strategischen Bestandslücken und Engpässen bei der Industrie in der Nachschubversorgung mit Munition“ geführt, heißt es laut AFP in dem Bericht. Bis Ende Juni wurden zudem „Hunderte Gebäude und Strukturen“ auf US-Militärbasen im Nahen Osten sowie „Dutzende“ US-Luftfahrzeuge beschädigt oder zerstört, berichtet CNBC.

Zerstörte Kampfjets, beschädigte diplomatische Gebäude

Die Kosten der Schäden an Militärstützpunkten sind CBS zufolge nicht in der im Bericht genannten Summe enthalten, da noch nicht klar sei, ob alle Schäden behoben werden und wer die Kosten dafür trage. Schäden an US-Diplomatengebäuden in Irak, Kuwait, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten in Höhe von 184 Millionen Dollar wurden laut CNBC jedoch berücksichtigt.

Bereits im Juli hatte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth die Kosten des Iran-Krieges auf 37,5 Milliarden Dollar geschätzt, wie die New York Times berichtete. Einen konkreten Zeitraum, auf den sich diese Schätzung bezieht, nannte der Bericht allerdings nicht.

Laut AFP wurden nach US-Angaben vier F-15-Kampfjets zerstört, eine F-35-Maschine beschädigt und sieben KC-135-Tankflugzeuge beschädigt oder zerstört. Zudem seien bis zu 30 MQ-9-Reaper-Drohnen zerstört worden. CNBC berichtet außerdem von sieben verlorenen Hubschraubern und mehr als 30 verlorenen Drohnen.

Trump wies Munitionsknappheit zurück

Bereits Anfang August hatte CNN unter Berufung auf Quellen über erhebliche Engpässe bei US-Munitionsbeständen berichtet. Nach Angaben des Senders waren demnach fast 80 Prozent der vor dem Krieg vorhandenen THAAD-Abfangraketen verbraucht worden; auch bei Patriot-Abfangraketen seien die Bestände deutlich zurückgegangen.

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US-Präsident Donald Trump hat Bedenken hinsichtlich einer Munitionsknappheit wiederholt zurückgewiesen. Erst am Montag schrieb er in seinem Onlinenetzwerk Truth Social, die USA produzierten mehr „exquisite Waffen als jemals zuvor in unserer Geschichte“. Als Schwerpunkt nannte er Patriot- und THAAD-Systeme, Tomahawk-Raketen sowie weitere Raketensysteme, von denen die USA „bereits große Mengen auf Lager“ hätten. (mit AFP)

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