Prostituierte in Not, die das Rotlicht-Geschäft verlassen wollen und Hilfe brauchen, können nun in Berlin-Neukölln in einer Ausstiegswohnung unterkommen. Die Wohnung wurde von dem Verein „Neustart“ organisiert und bietet bis zu drei Frauen gleichzeitig Platz, wie die Berliner Morgenpost berichtet. Die Zimmer seien möbliert und der Aufenthalt für jede Frau sei vorerst auf jeweils drei Monate begrenzt. Eine Verlängerung sei aber immer möglich. Die ersten Frauen sind schon eingezogen. Wo sich die Wohnung befindet, wird aus Diskretionsgründen nicht mitgeteilt.
Die große Mehrheit der Sexarbeiterinnen, etwa 80 Prozent, müsse sich aus einer Not heraus prostituieren – Armuts- oder Beschaffungsprostitution – oder sie würden dazu gezwungen, erklärte der Verein „Neustart“ der Morgenpost weiter. Ein Ausstieg aus der Prostitution und ein Neuanfang sind deshalb für die betroffenen Frauen besonders schwierig. Das Wohnungsprojekt soll nun helfen.
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Verein „Neustart“ will bei Schritten in ein neues Leben helfen
Ins Gespräch mit den Frauen kommen die Sozialarbeiter von „Neustart“ im Kontaktcafé direkt am Straßenstrich an der Kurfürstenstraße. „Wir sprechen sie an, wenn wir glauben, dass sie bereit sind für einen Ausstieg“, sagte Vereinschef Gerhard Schönborn der Zeitung. „Wenn sie es versuchen wollen, können sie in die Ausstiegswohnung ziehen.“
„Es geht ja nicht nur darum, ein Dach über dem Kopf zu haben“, so Schönborn weiter. „Wir helfen den Frauen, bei allen Schritten, die für sie anstehen. Das kann ein Arztbesuch sein, Anträge bei Behörden, die Wohnungs- und Arbeitssuche.“
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