Polen

Polen: Russischer Gaslieferstopp ist „direkter Angriff“ Russlands

Polens Regierung protestiert gegen russischen Gaslieferstopp. Polens Premierminister sagt: Russland verschiebe die Grenzen des „Gasimperialismus“.

Tomasz Kurianowicz dpa/kuri
2 Min
Mateusz Jakub Morawiecki, Ministerpräsident von Polen

Mateusz Jakub Morawiecki, Ministerpräsident von Polen

© Kay Nietfeld/dpa

Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki hat die Einstellung russischer Gaslieferungen an Polen als „direkten Angriff“ auf sein Land bezeichnet. „Diesmal hat Russland die Grenze des Imperialismus, des Gasimperialismus, noch einen Schritt weiter verschoben“, sagte Morawiecki am Mittwoch im Parlament in Warschau. Russland wolle sich mit dem Schritt dafür rächen, dass Polen eine Reihe von Oligarchen und Unternehmen mit Sanktionen belegt hat, darunter auch der Staatskonzern Gazprom.

Polen hatte nach Angaben von Innenminister Mariusz Kaminski gegen 15 Personen ein Einreiseverbot verhängt. Sie gelten als „unerwünschte Personen“. Bei den Unternehmen können die Maßnahmen ein Einfrieren von Guthaben sowie das Verbot einer Beteiligung an öffentlichen Ausschreibungen umfassen.

Morawiecki sagte, Polen habe genug Gasvorräte. Die Energieversorgung sei gesichert. „Wir haben in den vergangenen Monaten Gas in polnische Speicher gepumpt. Ich betone, in polnische Speicher, nicht in Speicher in Deutschland in russischem Besitz.“

Russland hatte seine Gaslieferungen an Polen am Mittwoch wie angekündigt eingestellt. Polen will die Lieferungen nicht wie von Moskau gefordert in Rubel bezahlen.

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