Ukraine-Krieg

Panzer-Exporte: Wagenknecht warnt vor „atomarem Inferno“

Die Linken-Politikerin kritisiert die geplanten Panzer-Exporte scharf. Deutschland würde „immer mehr zur Kriegspartei“.

2 Min
Sahra Wagenknecht (Die Linke).

Sahra Wagenknecht (Die Linke).

© Imago/Political-Moments

Angesichts jüngster Entscheidungen über deutsche Panzer-Lieferungen in die Ukraine hat die Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht vor solchen Exporten gewarnt. Gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung sagte Wagenknecht, Deutschland würde durch die Lieferung der Gepard-Panzer „immer mehr zur Kriegspartei“ und in akute Gefahr gebracht.

Wagenknecht verteidigte das viel kritisierte Zögern von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Umso katastrophaler sei es, dass diese Haltung jetzt zurückgenommen worden sei. Mit der Lieferung von immer mehr und tödlicheren Waffen werde der Krieg nicht beendet, sondern verlängert und die Zahl der Opfer erhöht.

„Dass die Atommacht Russland sich ohne eine halbwegs gesichtswahrende Lösung aus der Ukraine zurückziehen wird“, ist nach Einschätzung von Wagenknecht nicht zu erwarten. Stattdessen warb Wagenknecht für eine garantierte Neutralität der Ukraine, verbunden mit einer Autonomie der Region Donbass. „Für Gespräche in dieser Richtung sollte die Bundesregierung sich gemeinsam mit anderen europäischen Regierungen mit aller Kraft einsetzen, statt im Schlepptau der USA immer mehr Öl ins Feuer zu gießen und ein atomares Inferno in Europa zu riskieren.“

Russland sei die zweitgrößte Atommacht dieser Welt und daher gelte: „Waffen schaffen keinen Frieden und Sicherheit in Europa gibt es nicht gegen Russland.“

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