Montagmorgen um halb elf. Ulrich Wombacher hat seinen Schlüssel vergessen, aber es sind schon Leute aus dem Watergate-Team da und können uns aufmachen. Draußen nieselt es, die Aussicht aus den bodentiefen Fenstern des Clubs auf die Oberbaumbrücke und die Spree ist trotzdem grandios. Ulrich Wombacher gibt der Berliner Zeitung das einzige Deutschland-Interview zur Schließung des Clubs zum Ende des Jahres.
Das Watergate ist seit 22 Jahren eine Institution im Berliner Nachtleben, das DJ Mag hat es gerade zu einem der besten 100 Clubs der Welt gekürt und Sie machen am Jahresende zu. Was ist passiert?
Wir schließen. Ja, wir schließen. Dass wir einer der weltweit besten Clubs sein sollen, ehrt uns. Aber für uns ist die Situation in Berlin entscheidend, und die hat sich stark verändert. Nach Covid hat das Geschäft einfach nicht mehr so richtig Fahrt aufgenommen.
UPDATE
Nachtleben
Interview zur Schließung des Clubs Watergate: Berlin ist jetzt in diesem Hätte-ich-mal-Modus
Was ist passiert, dass das Watergate zumacht? Ulrich Wombacher, einer der drei Club-Chefs, erklärt im Exklusiv-Interview, wie sich Berlin verändert hat.
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Ulrich Wombacher im Watergate: „Berlins Clubkultur hat international an Relevanz verloren.“
© Benjamin Pritzkuleit/Berliner Zeitung
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