Eine knallrote Lackjacke trägt Nena, als sie am Freitagabend um 20.30 Uhr in Berlin auf die mit einem gigantischen N und sechs Spiegelflächen dekorierte Bühne der Max-Schmeling-Halle in Prenzlauer Berg steigt. Zudem ein Glitzer-Oberteil und kajalschwarze Röhrenleggings. In diesem (und in diversen anderen schnittigen Outfits) wird Nena, der größte Neue-Deutsche-Welle-Star, den es je gab, in den nächsten etwas mehr als zwei Stunden mit einer Wahnsinnsenergie über die Bühne rocken, pesen, hüpfen, balladieren. Begleitet auf zwei Bühnenstockwerken von ihrer neunköpfigen Band, in der auch drei ihrer Kinder spielen. Hat diese Frau ein Glück mit ihrer Familie!
Los geht’s am Freitagabend in Berlin mit einem richtigen Berlin-Lied, während die ersten Fans schon Handy-Taschenlampen zücken und schwenken: dem Nummer-eins-Hit „Liebe ist“, der einst auch als Titelsong für die berlinische Telenovela „Verliebt in Berlin“ fungierte. Beim traumhaften Top-Hit „Nur geträumt“ kommen 80s-Neon-Vibes auf. Nenas Stimme, ob flankiert von massiven Strom-Gitarren oder hypnotisch warmen Synthesizern: sehr klar, sehr präsent und sehr auf Zack. Eine große Freude.
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Pop
Nena in der Max-Schmeling-Halle: Warum sie die Welt in Berlin noch nicht in Trümmern liegen sieht
Nena hat Bock, ihre Megahits zu spielen – und alle singen mit. Hemmungsloses Hüpfen und Kuscheln. So war ihr Berlin-Konzert in der Max-Schmeling-Halle.
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Nena bei einem Auftritt auf der Freilichtbühne Wiesmoor im Juni 2024
© Jens Doden/imago
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