Westliches Militärbündnis

Finnlands Präsident: Möglicher Nato-Beitritt richtet sich „gegen niemanden“

Moskau hatte Helsinki vor „Konsequenzen“ bei einem Nato-Beitritt gewarnt. Nun reagiert Präsident Sauli Niinistö: „Wenn Finnland seine Sicherheit erhöht, geht das nicht auf Kosten anderer.“

Kathrin Merz Team News AFP/kme
1 Min
Finnlands Präsident Sauli Niinistö

Finnlands Präsident Sauli Niinistö

© Imago/Lehtikuva

Ein möglicher Nato-Beitritt Finnlands würde sich laut Präsident Sauli Niinistö „gegen niemanden“ richten. „Wenn Finnland seine Sicherheit erhöht, geht das nicht auf Kosten anderer“, sagte Niinistö am Mittwoch in Helsinki. Bei einem Besuch des britischen Premierministers Boris Johnson unterzeichneten die beiden Politiker eine gegenseitige militärische Beistandserklärung ihrer Länder.

Finnland ist seit Jahrzehnten militärisch neutral. Seit dem Einmarsch des Nachbarlandes Russland in die Ukraine hat sich jedoch die öffentliche Meinung deutlich gewandelt. Laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage befürworten inzwischen 76 Prozent der Finnen eine Mitgliedschaft in der Nato. Auch im benachbarten Schweden steht die Entscheidung über einen Nato-Betritt kurz bevor.

Russland hatte Finnland vor „Konsequenzen“ gewarnt, sollte Helsinki einen Beitritt zu dem westlichen Militärbündnis beantragen.

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