Freiwillige Kämpfer

Tschechien gestattet rund 100 Staatsbürgern Teilnahme an Ukraine-Krieg

Früher war der tschechische Präsident Milos Zeman ein enger Verbündeter von Putin. Nach Kriegsausbruch nannte er ihn aber einen „Verrückten“. Nun dürfen Tschechen für die Ukraine kämpfen.

Kathrin Merz Team News AFP/kme
2 Min
Tschechiens Präsident Milos Zeman

Tschechiens Präsident Milos Zeman

© Imago/CTK Photo

Tschechien hat rund 100 Staatsbürgern grünes Licht für die Teilnahme am Ukraine-Krieg gegeben. Präsident Milos Zeman unterzeichnete nach Angaben seines Sprechers am Mittwoch einen Beschluss, wonach sich 103 freiwillige Kämpfer den ukrainischen Truppen anschließen können. Zeman war einst ein enger Verbündeter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine nannte er den Staatschef in Moskau aber einen „Verrückten“.

Nach einem Hilfsappell des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hatten sich bereits Freiwillige aus Polen, Belarus, Kanada, den USA und Großbritannien den ukrainischen Streitkräften angeschlossen. Ein tschechisches Gesetz verbietet den Tschechen eigentlich die Beteiligung an Kriegseinsätzen im Ausland. Zeman und der tschechische Ministerpräsident Petr Fiala hatten jedoch im März beschlossen, Tschechen, die mit den ukrainischen Truppen in den Krieg ziehen, nicht zu bestrafen.

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