Theater

„Wazn teez?“: In der Parkaue wimmelt und summt es, doch die Kulturpolitik versprüht Spar-Gift

Das Staatstheater für Kinder und Jugendliche wurde eben saniert und ist nun durch die Sparmaßnahmen existenziell bedroht. Eröffnung wurde dennoch gefeiert.

6 Min
Tanz-, sing- und kommunikationsfreudige Insekten aus dem Musical „Wazn teez?“

Tanz-, sing- und kommunikationsfreudige Insekten aus dem Musical „Wazn teez?“

© Sinje Hasheider

Nach jahrelanger Sanierung bei laufendem Betrieb ist nun das Theater an der Parkaue wiedereröffnet, das Stammhaus mit der großen Bühne war geschlossen, gespielt wurde in einem Container. Jetzt gibt es wieder drei Bühnen für über 500 junge Zuschauer. Sogar die Kantine ist wieder in Betrieb, sodass der Theaterbetrieb seine Seele zurückbekommen hat. Dort treffen wir am Sonnabendvormittag vor dem großen Eröffnungsfest, zu dem auch der Kultursenator Joe Chialo erwartet wurde, die beiden Intendanten Christina Schulz und Alexander Riemenschneier, deren Verträge über die erste Laufzeit von fünf Jahren hinaus soeben um weitere fünf Jahre bis 2031 verlängert wurden. 

Das einzige Staatstheater für Kinder und Jugendliche in Deutschland, ein Erbe der DDR-Kulturpolitik, es bröckelt nicht mehr auseinander, sondern ist ohne jeden Firlefanz ertüchtigt und funktioniert. Der Corona-Albtraum ist zu Ende. Im letzten Monat lag die Auslastung bei 99 Prozent, an diesem besonderen Wochenende waren die Karten ratzfatz weg. Riemenschneider freut sich, dass nun die Arbeit von vier Spielzeiten Früchte ausbildet, dass das aufgebaute Netz von Künstlern, Kunstvermittlern, freier Szene, soziokulturellen Einrichtungen und Schulen beginnt zu tragen. Es fühlt sich kurz so an, als wäre nun alles wieder gut.

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