Die Berliner Schaubühne reagiert auf die geplanten Kürzungen im Kulturetat mit einer Erhöhung der Ticketpreise in den oberen Kategorien. Diese Maßnahme tritt ab dem 1. Januar 2025 für ausgewählte Produktionen in Kraft, wie das Theater mitteilte. Parallel dazu wird die kleine experimentelle Bühne Studio vorübergehend geschlossen, was auch zur Absage geplanter Produktionen führt.
Die Höhe der Preisanpassungen blieb ungenannt, da sie von den vielfältigen Kategorien abhängt. Preisvergünstigungen für Auszubildende und Sozialhilfeempfänger sowie günstigere Ticketoptionen sollen jedoch unverändert bleiben. Laut Theater bewegen sich die Ticketpreise derzeit zwischen 7 und 85 Euro.
Kann die Schaubühne die Kürzungen kompensieren?
Trotz dieser Maßnahmen erwartet die Schaubühne, dass sie nicht ausreichen werden, die Kürzungen von 1,8 Millionen Euro vollständig zu kompensieren. Neben der Reduzierung des Spielplans im Hauptgebäude befürchtet das Haus weitere Einschnitte.
Die Sparpläne der schwarz-roten Berliner Koalition sehen für 2024 Einsparungen von rund 130 Millionen Euro im Kulturbereich vor, was etwa 12 Prozent des bisherigen Budgets entspricht. Vertreter von Theatern warnen vor Insolvenzen, Spielplanstreichungen und Arbeitsplatzverlusten. Der endgültige Beschluss des Nachtragshaushalts wird am 19. Dezember erwartet.
Tickets für die Schaubühne am Lehniner Platz im Ticketshop der Berliner Zeitung.
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