Die Otto-Braun-Straße in Berlin verfügt nun über geschützte Radwege. Bereits kurz vor Weihnachten wurden diese neuen Radstreifen auf einer Länge von etwa 350 Metern zwischen der Mollstraße und der Kreuzung Am Friedrichshain für den Radverkehr freigegeben.
Vor der Umgestaltung mussten Radfahrer die ungeschützte Busspur nutzen, um in Richtung Alexanderplatz oder Prenzlauer Berg zu gelangen. Die neuen Radstreifen, die 2,20 Meter breit sind, bieten nun eine eigene Fahrfläche für Radfahrer. Zusätzlich sorgt ein 75 Zentimeter breiter Schutzstreifen zwischen Radweg und motorisiertem Verkehr für mehr Sicherheit. Um die Abgrenzung weiter zu verdeutlichen, wurden sogenannte Klebeborde installiert, und die Radwege an Kreuzungen sind rot markiert.
Die Bauarbeiten begannen in diesem Jahr und wurden teilweise von Kritik begleitet. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und der Berliner Fahrgastverband IGEB äußerten Bedenken wegen des Wegfalls der Busspur. Die Senatsverkehrsverwaltung verteidigte die Entscheidung mit Verweis auf eine geringe Anzahl von Bussen auf dieser Strecke.
Einige Arbeiten wie zusätzliche Klebebordsteine und rote Markierungen werden nach einer Winterpause fortgesetzt. Dennoch können Radfahrer die neuen Wege bereits nutzen und profitieren von einer verbesserten Infrastruktur auf dieser zentralen Verkehrsachse.
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