America First bedeutet auch erhöhten Druck auf Lateinamerika. Das zeigen nicht nur die historischen Strafzölle von 25 Prozent unter anderem auf Waren aus Mexiko, die Präsident Donald Trump am Sonnabend in Kraft treten ließ. Auch die Tatsache, dass die erste Auslandsreise den neuen Außenminister Marco Rubio statt ins „alte Europa“ oder nach Asien in die Nachbarregion führt, spricht für sich. Hintergrund ist sowohl der wachsende Einfluss Chinas als auch die nicht abnehmende Migration.
In einem Gastbeitrag im Wall Street Journal erklärte Rubio am vergangenen Donnerstag: „Aus vielen Gründen, von denen einige gerechtfertigt sind, hat sich die Außenpolitik der USA lange Zeit auf andere Regionen konzentriert, wodurch wir unsere eigene Hemisphäre vernachlässigt haben. Infolgedessen haben wir in Kauf genommen, dass sich Probleme verschärfen, Chancen verpasst und unsere Partner vernachlässigt. Damit ist jetzt Schluss.“
USA
America First in Lateinamerika: Die USA wollen ihren Hinterhof zurück
US-Außenminister Marco Rubio reist zum Amtsantritt durch Zentralamerika. Ziel ist es, den Einfluss Chinas zurückzudrängen und die Migration zu mindern.
Frederic Schnatterer
8 Min
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US-Außenminister Marco Rubio (l.) und der Chef der Panamakanal-Behörde, Ricuarte Vasquez
© Mark Schiefelbein/AP
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