Scherben von zerbrochenen Glühweintassen liegen im Kopfsteinpflaster, einzelne Venenkatheter im Grünstreifen. An einer Fassade sind verwaschene Blutspritzer zu erahnen. Sieben Wochen nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt sind die Spuren noch sichtbar. Wo im Dezember der Weihnachtsmarkt stand, ist an einem Dienstag im Februar ein Wochenmarkt. Händler in Buden verkaufen Honig, Gemüse, Selbstgemachtes an gut gelaunte Käufer.
Am 20. Dezember 2024 war Taleb A. an dieser Stelle mit einem Auto ungebremst über den gut besuchten Weihnachtsmarkt gerast. Er tötete sechs Menschen. Hunderte wurden verletzt, an Körper, Psyche, Seele. Einer von ihnen ist der 23-jährige Phillip Peplau.
UPDATE
Behördenchaos
Nach Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt – Ersthelfer: „Die Bürokratie ist das Schlimmste“
Vor sieben Wochen steuerte Taleb A. ein Auto auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt. Die Betroffenen leiden noch heute. Doch trotz vieler Versprechen läuft bei der Hilfe nicht alles so, wie es soll.
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Magdeburg nach der Amokfahrt: Der Ersthelfer Phillip Peplau legt einen Teddy an die Stelle, an der eine Frau in seinen Armen verstarb.
© Maurice Weiss/Ostkreuz
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