Urteil in Kiew

Kriegsverbrechen: Russischer Soldat muss lebenslänglich in Haft

Der russische Soldat Wadim Schischimarin gab zu, einen Zivilisten kurz nach dem Einmarsch in die Ukraine erschossen zu haben.

Christian Gehrke Team News dpa/chg
1 Min
Wadim Schischimarin

Wadim Schischimarin

© AP/Efrem Lukatsky

Im ersten ukrainischen Kriegsverbrecherprozess ist der 21 Jahre alte russische Soldat Wadim Schischimarin zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden. Das Gericht in Kiew sah es am Montag nach einem Geständnis des Mannes als erwiesen an, dass der Panzersoldat nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine einen 62-jährigen Zivilisten erschoss. Nach dem weltweiten Entsetzen über russische Gräueltaten in der Ukraine war dies der erste vor Gericht verhandelte Fall.

Schischimarin hatte den unbewaffneten Mann am 28. Februar im nordukrainischen Dorf Tschupachiwka aus einem gestohlenen Auto heraus erschossen. Auf die Frage, ob er sich schuldig bekenne, antwortete er vor Gericht mit „Ja“. Der russische Soldat wollte nach einem Angriff auf seine Kompanie fliehen. Der 62-jährige Ukrainer war offenbar Zeuge.

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