Pandemie

Lehrerverband: Schulen sind nicht auf neue Corona-Welle vorbereitet

Der Deutsche Lehrerverband warnt: Die Politik mache beim Thema Pandemie und Schule schon wieder ihre Hausaufgaben nicht.

Team News Alexander Schmalz epd/lex
2 Min
Der Deutsche Lehrerverband kritisiert, dass den Ländern die Gesetzesgrundlage fehlt, um flächendeckend eine Maskenpflicht an Schulen anzuordnen.

Der Deutsche Lehrerverband kritisiert, dass den Ländern die Gesetzesgrundlage fehlt, um flächendeckend eine Maskenpflicht an Schulen anzuordnen.

© Imago/Christoph Reichwein

Der Deutsche Lehrerverband wirft der Politik vor, die Schulen unzureichend auf eine mögliche weitere Corona-Welle im Herbst vorzubereiten. „Die Politik macht beim Thema Pandemie und Schule schon wieder ihre Hausaufgaben nicht“, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Dienstag). „Die Weichen dafür, dass im kommenden Schuljahr sicherer Unterricht stattfinden kann, müssen jetzt gestellt werden“, betonte er.

Dabei sei dringend eine Doppelstrategie notwendig, erläuterte Meidinger. „Wir müssen jetzt alles tun, damit Schulen im Herbst nicht wieder geschlossen werden müssen“, sagte er. Die Schulen müssten aber zugleich so ausgestattet und vorbereitet werden, dass Distanzunterricht auf jeden Fall funktioniert.

Meidinger: Bund muss Infektionsschutzgesetz schnell anpassen

Meidinger erklärte: „In einer Herbstwelle können Masken ein entscheidender Faktor sein, um die Schulen offenzuhalten.“ Momentan fehle den Ländern aber die Gesetzesgrundlage, um flächendeckend eine Maskenpflicht an Schulen anzuordnen. „Der Bund muss deshalb das Infektionsschutzgesetz schnell noch einmal anpassen“, forderte der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes. Es wäre fahrlässig, damit bis zum Herbst zu warten, wenn die Probleme bereits da seien.

Zudem warnte er: „Niemand kann ausschließen, dass Distanzunterricht in einer Herbstwelle wieder nötig sein könnte.“ Trotzdem werde die Versorgung der Schulen mit schnellem Internet nicht rasch genug vorangetrieben. Es fehle weiter an professionellem IT-Support für die Schulen, und die versprochenen Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer seien weiter Mangelware.

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