Auslandsinvestitionen

230 Milliarden Gründe für Reformen: Merz’ Investoren-Show prallt auf die Realität

Angeblich standen die ausländischen Investoren bei Merz Schlange, um endlich ihr Geld in Deutschland auszugeben. Das wäre schön. Vor allem im Osten fehlt privates Kapital.

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Friedrich Merz (CDU) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) wollen mit dem „Invest in Germany Summit“ ausländische Investoren anlocken.

Friedrich Merz (CDU) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) wollen mit dem „Invest in Germany Summit“ ausländische Investoren anlocken.

© dts Nachrichtenagentur/imago

Endlich mal ein Wohlfühltermin für Kanzler Friedrich Merz (CDU) und seinen Finanzminister Lars Klingbeil (SPD): In Berlin gaben sich potenzielle ausländische Investoren diese Woche die Klinke in die Hand. Stargast war der Nvidia-Chef Jensen Huang. Hunderte von Milliarden sollen internationale KI-, Pharma- und Hightech-Firmen und Banken in Deutschland investieren. „Ich will Ihr Geld!“, begrüßte Klingbeil seine potenten Gäste augenzwinkernd. Den Satz kennen die Deutschen von Klingbeil auch in anderem Zusammenhang.

Abgeschaut hatten sich Merz und Klingbeil den Investorengipfel von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Der lädt seit 2017 jedes Jahr das internationale Kapital ins Schloss Versailles ein. Man kann nur hoffen, dass Nvidia, Sanofi, Boeing, Kuwait oder Goldman Sachs nun möglichst viel Geld ins sichere Deutschland tragen. Im Vergleich zu Frankreich brennt es hierzulande zumindest noch nicht allen Ortes. Doch der Geldadel stellt auch Bedingungen. Dem Handelsblatt sagte etwa Scott Nuttall, Chef des billionenschweren US-Vermögensverwalters KKR: „Wenn die angekündigten Reformen umgesetzt werden, wird Deutschland für Investoren noch attraktiver.“

Ups! Da war das schlimme Wort wieder: Reformen.

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