Wenn Zartmann etwas sagt, dann macht das mittlerweile schnell Schlagzeilen. Der junge HipHop-Liedermacher aus Prenzlauer Berg ist nicht irgendwer: Sein Song „Tau mich auf“ steht aktuell auf Platz 2 der Charts – und war kürzlich sogar noch auf der 1. Seit sechs Wochen hält er sich dort ganz oben.
Am Dienstag, dem 18. März, hat Zartmann also verkündet, er werde sein Record-Release-Konzert für seine kommende „schönhauser EP“ doch nicht im Schöneberger Metropol spielen. Zartmann verwies auf Vorwürfe gegen das Metropol aus der Presse: Der Besitzer der Immobilie, der Duisburger Milliardär Henning Conle, soll der AfD 2,35 Millionen Euro gespendet haben. Für eine Plakatkampagne zur Bundestagswahl. Die AfD bestreitet dies. Doch im Bundestag wird dazu ermittelt. Auch hier hegt man den Verdacht, die AfD könnte bei ihren Angaben zu Parteispenden getäuscht haben.
Die mutmaßlichen Verbindungen zur AfD könnten für das Metropol einen Image-Schaden bedeuten. Nun reagiert man dort mit einem Instagram-Statement, samt Hashtag #metropolgegenrechts. In dem Statement nimmt man Bezug auf die Berichterstattung in der Presse, die einen Zusammenhang zwischen Location und AfD hergestellt habe: „Dies ist eine Darstellung, die wir entschieden ablehnen und klarstellen möchten.“
Metropol zur AfD: „keinerlei politische Verbindung zu dieser Partei“
Das Metropol, so heißt es weiter, stehe für Offenheit, Diversität und kulturellen Austausch. Man biete Raum für Menschen aus allen Gesellschaftsschichten und verschiedenen politischen sowie sozialen Hintergründen. Man setze auf gesellschaftlichen Dialog und eine weltoffene Atmosphäre: „Wir möchten (...) betonen, dass wir keinerlei politische Verbindung zu dieser Partei (...) haben.“
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Die Programmgestaltung, so heißt es vonseiten des Metropol weiter, lege seit jeher einen Fokus auf Diversität und Toleranz. Besonders aufhorchen lassen dürfte folgender Satz: „Der Eigentümer unserer Räumlichkeiten ist (...) kein Einflussfaktor für unsere Arbeit als Venue.“ Wer genau hinter diesen Zeilen steckt, ist nicht ganz transparent. Eine naheliegende Lesart ist aber, dass sich hier das künstlerische Team vom Besitzer der Immobilie distanziert.
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