Könnte bald gebraucht werden: Der neue Tower des Flughafens BER.
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BER soll am 31. Oktober 2020 öffnen - Tegel eine Woche später schließen
Man muss kein Psychologe sein um festzustellen, dass die Berliner und Brandenburger bei diesem Thema inzwischen abgestumpft sind. Je nachdem, wie man rechnet, wurden ihnen bereits fünf bis zehn Eröffnungstermine verkündet, und bislang erwiesen sich alle als Nonsens.
Die jüngste Ankündigung trifft auf eine Region, die sich für das von der Politik vermurkste Projekt, das den Ruf des Landes nachhaltig beschädigt hat, kaum noch interessiert. Vor allem viele West-Berliner sind nicht böse, dass sie weiterhin von Tegel aus fliegen dürfen. Auch wenn der angebliche Flughafen der Herzen eine abgeschabte, überlastete Budenstadt ist, über die sich auswärtige Passagiere wundern.
Berliner müssen neue Wege lernen
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass viel dafür spricht, dass der Termin diesmal wirklich klappen könnte. Die Anlagen wurden fertiggestellt, Tests absolviert – das war bisher nicht der Fall. Auch wenn die Generalprobe noch ansteht: Nie war der BER einer Inbetriebnahme so nahe. Damit rückt aber auch der Lernprozess, der Berlin und Brandenburg bevorsteht, immer näher.
Wege und Routinen werden sich ändern, wenn Tegel geschlossen worden ist. Für viele Bürger werden weniger, andere mehr Fluglärm ertragen müssen. Gut möglich, dass zusätzliche Flugverbindungen das Wachstum Berlins weiter anheizen werden – mit kostenträchtigen Folgen für viele Einheimische.
Der BER wird diese Region verändern, und diese neue Etappe in der Geschichte ist nur noch knapp elf Monate entfernt.
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