Die Charité in Berlin-Mitte hat 2024 einen Rückgang im Einsatz von Versuchstieren verzeichnet. Insgesamt 42.864 Tiere wurden im vergangenen Jahr für Versuchszwecke eingesetzt, teilte die Klinik mit. Das entspricht einem Rückgang von 8890 Tieren im Vergleich zum Vorjahr. Stefan Hippenstiel, Professor für Experimentelle Infektiologie und Pneumologie sowie Sprecher von Charité 3R, bezeichnete die Entwicklung als erfreulich.
„Wir wollen die Forschenden auf diesem Weg weiter unterstützen, damit sie etwa durch Forschung an humanen Modellen, Organoiden und bildgebenden Verfahren biomedizinische Fragestellungen mit einem geringeren Einsatz von Tieren untersuchen können“, sagte Hippenstiel weiter. Die Forschung an humanen Modellen, die durch Stammzellenforschung entstanden sind, wird immer beliebter: Am Dienstag wurde der niederländische Forscher Hans Clevers ausgezeichnet. Gleichzeitig sei klar, dass die Charité weiter Tierversuche benötigen werden.
Mäuse und Ratten stellen dabei den größten Anteil der Versuchstiere dar, mit 92 Prozent beziehungsweise 6 Prozent. Des Weiteren wurden 2024 auch Schafe und Schweine für die Erforschung von kardiovaskulären Erkrankungen eingesetzt.
Quelle: Charité Universitätsmedizin Berlin
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