Die Nachfrage bei den Tafeln steigt nach Angaben Kaczynskis erheblich. „Das liegt zum Teil am Bedarf der ukrainischen Flüchtlinge, vor allem aber daran, dass wegen der Inflation viele, die vorher so gerade über die Runden kamen, nun bei allen Ausgaben sparen müssen, wenn sie keine Schulden machen sollen.“ Der Bedarf sei im Vergleich zu den Vorjahren um etwa 20 Prozent gestiegen.
Kritik übte er an der Landesregierung, die Unterstützung für Tafeln ablehne mit der Begründung, dass die sozialen Sicherungssysteme hinreichend Schutz böten. Andere Bundesländer würden diese Notwendigkeit durchaus sehen, sagte Kaczynski. Das bayerische Sozialministerium etwa helfe mit 200.000 Euro für Lebensmittel und unterstütze außerdem seit 2019 regelhaft.
„Die Tafeln helfen da, wo es der Staat nicht tut“, gab er zu Bedenken und forderte die Politik auf, umgehend nachzusteuern. Das könne durch eine kurzfristige Unterstützung für Tafeln erfolgen, mittelfristig aber auch durch die Anpassung der Regelsätze an die gestiegenen Lebenshaltungskosten. Langfristig müssten Beratungsstellen finanziert werden, die den Menschen auf „den verschlungenen Wegen zu staatlichen Transferleistungen“ zur Seite stünden.
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