USA

Unter Trump-Programm: Erste weiße Südafrikaner als „Flüchtlinge“ in den USA eingetroffen

Die erste Gruppe weißer Südafrikaner, denen die US-Regierung Flüchtlingsstatus erteilt hat, ist in der amerikanischen Hauptstadt Washington angekommen.

Katerina Alexandridi Katerina Alexandridi/AFP
3 Min
Ein Mann und ein Kleinkind aus der ersten Gruppe weißer Südafrikaner, denen die US-Regierung Flüchtlingsstatus erteilt hat, stehen bei der Ankunft auf dem Dulles International Airport.

Ein Mann und ein Kleinkind aus der ersten Gruppe weißer Südafrikaner, denen die US-Regierung Flüchtlingsstatus erteilt hat, stehen bei der Ankunft auf dem Dulles International Airport.

© Julia Demaree Nikhinson/dpa

Etwa 50 weiße Südafrikaner sind als Flüchtlinge in die USA umgesiedelt. „Willkommen im Land der Freiheit“, sagte der US-Vizeaußenminister Chris Landau am Montag zu den Nachfahren mehrheitlich niederländischer Siedler bei ihrer Ankunft am Flughafen Dulles im US-Bundesstaat Virginia.

Kurz vor der Ankunft der südafrikanischen Asylsuchenden begründete US-Präsident Donald Trump deren Aufnahme. „Wir haben im Grunde die Staatsbürgerschaft auf diese Menschen ausgeweitet, die vor Gewalt fliehen und hierherkommen“, sagte er. Die Hautfarbe spiele dabei keine Rolle. Auf die Frage, warum die Asylanträge der Südafrikaner schneller bearbeitet worden seien als die anderer Gruppen, antwortete Trump: In ihrem Land finde ein „Genozid“ statt, insbesondere würden „weiße Bauern ins Visier genommen“. „Bauern werden getötet – sie sind zufällig weiß. Aber ob sie weiß oder schwarz sind, spielt für mich keine Rolle“, so Trump weiter.

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa wies die Vorwürfe Trumps zurück. „Ein Flüchtling ist jemand, der sein Land aus Angst vor politischer, religiöser oder wirtschaftlicher Verfolgung verlassen muss.“ Nichts davon treffe auf die weißen Südafrikaner zu.

Die Beziehungen zwischen den USA und Südafrika sind seit Monaten angespannt. Trump hatte im Februar die Hilfen seines Landes für Südafrika eingefroren. Dabei hatte er sich auf ein Landenteignungsgesetz berufen, welches seiner Ansicht nach weiße Farmer diskriminiert. Im März bot Trump den Landwirten die Übersiedlung in die USA an.

Berichte: Tausende weiße Südafrikaner wollen in die USA auswandern

Ein US-Regierungsbeamter erklärte gegenüber der BBC, dass „weiße Südafrikaner, die Opfer ungerechter Rassendiskriminierung sind“, bei Interviews für eine Umsiedlung in die USA vorrangig behandelt werden. Seit Januar ist das US-Flüchtlingsaufnahmeprogramm, das Tausenden von Menschen, die vor Krieg oder Hungersnot fliehen, Schutz in den USA bietet, ausgesetzt.

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Berichten zufolge wandten sich daraufhin Tausende Südafrikaner an die US-Botschaft in Pretoria. Washington bereite sich darauf vor, in diesem Jahr bis zu tausend Südafrikaner neu anzusiedeln, hieß es unter Berufung auf Regierungskreise.

Landbesitz ist in Südafrika ein heikles Thema, da drei Jahrzehnte nach dem Ende der Apartheid der Großteil des Ackerlandes immer noch im Besitz von Weißen ist und die Regierung unter Druck steht, Reformen umzusetzen. Das Gesetz zur Landenteignung war im Januar von Ramaphosa unterzeichnet worden. Es sieht vor, dass die Regierung nach staatlichen Enteignungen unter bestimmten Umständen keine Entschädigungszahlungen leisten muss.

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