Bundesweit wies das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag 65 Nachweise von Affenpocken aus. Die Zahl der Bundesländer, die die eigentlich seltene Virus-Erkrankung meldeten, lag demnach bei neun: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt.
Das Affenpocken-Virus werde durch engen Körperkontakt und insbesondere über die Schleimhäute übertragen, hatte Gote erläutert. „Da unterscheidet das Virus überhaupt nicht nach sexueller Orientierung.“ Das Virus sei nicht vergleichbar mit dem Coronavirus, unter anderem sei es nicht so ansteckend. Gleichwohl sei es wichtig, das Ganze ernst zu nehmen und bei Symptomen oder ersten Anzeichen einen Arzt aufzusuchen. Das gelte wegen der Verfolgung von Infektionsketten auch für Kontaktpersonen von Infizierten.
Affenpocken gelten verglichen mit den seit 1980 ausgerotteten Pocken als weniger schwere Erkrankung. Die Symptome verschwinden gewöhnlich innerhalb weniger Wochen von selbst, können bei einigen Menschen aber zu medizinischen Komplikationen und in sehr seltenen Fällen auch zum Tod führen.
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