Insgesamt ging die Deutsche Bahn von einem geringeren Andrang aus als am Sonnabend. Zum Start der Pfingstfeiertage waren insbesondere die Züge Richtung Ost- und Nordsee überfüllt, und es gab dichtes Gedränge an den Bahnsteigen. Reisende sprachen von „krachend vollen Zügen“, Fahrgäste mussten aussteigen, Fahrräder konnten häufig nicht mitgenommen werden.
Bundespolizei muss Fahrgäste auffordern, überfüllte Züge zu verlassen
Die Deutsche Bahn bat Reisende, darauf zu verzichten, ihr Rad mitzunehmen. Dieser Bitte schloss sich eine Sprecherin des Bahnunternehmens Odeg an. „Die Züge waren sehr voll, Fahrräder mussten oft draußen bleiben“, berichtete sie am Sonntag. Bundespolizisten sind über Pfingsten verstärkt im Einsatz, um die Bahnmitarbeiter zu unterstützen – etwa wenn Fahrgäste aufgefordert werden müssen, überfüllte Züge zu verlassen. Wie häufig zum Auftakt der Pfingstreisewelle überfüllte Züge gestoppt werden mussten, war zunächst nicht von der Bahn zu erfahren.
In Stendal in Sachsen-Anhalt wurden Bundespolizisten am Sonnabend zu einem überfüllten Regionalexpress in Richtung Norden gerufen. Der Zug sei um mehr als 200 Prozent ausgelastet gewesen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Sonntag auf Anfrage. Der Triebfahrzeugführer habe um Hilfe gebeten, da Reisende nicht bereit gewesen seien, den Zug zu verlassen, schilderte ein Sprecher der Bundespolizei.
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Auch in Brandenburg mussten Bundespolizisten am Sonnabend unterstützen, um Reisende aus einem Regionalexpress nach Magdeburg zu bitten. Hintergrund war in diesem Fall nach Angaben der Deutschen Bahn ein technisches Problem. Mehrere Hundert Reisende mussten den Zug am Bahnhof Kirchmöser in Brandenburg/Havel verlassen und in Taxen oder Busse umsteigen, wie ein Sprecher der Bundespolizeidirektion Berlin schilderte. Für Pfingstmontag rechnet die Bahn erneut mit einem stärkeren Andrang wegen erster Rückreisen. Eine Sprecherin empfahl Fahrgästen erneut, sich kurz vor Reiseantritt noch einmal bei den Verkehrsverbünden vor Ort oder über den DB-Navigator zu informieren.
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