Universitätsmedizin

Charité Berlin untersagt Veranstaltung mit Geschlechtertrennung

Eine muslimische Hochschulgruppe zeigte Instagram-Videos von Charité-Räumen, wo Männer und Frauen getrennt saßen. Die Uniklinik kündigt rechtliche Prüfung an.

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Das Bettenhochhaus der Charité in Berlin-Mitte

Das Bettenhochhaus der Charité in Berlin-Mitte

© Jens Kalaene/dpa

Die Charité  hat sich von Aktivitäten einer muslimischen Hochschulgruppe distanziert, welche die Geschlechtertrennung propagiert. Auf Instagram zeigt Medislam Collective (MSC) regelmäßig Videos von Veranstaltungen, bei denen im Hörsaal und im Seminarraum die Männer auf der einen, die Frauen auf der anderen Seite. Die Hochschulgruppe hat sich der „Verknüpfung von Islam und Medizin“ verschrieben.

Das Uniklinikum teilt nun mit: „Die Charité betont, dass es sich bei den auf dem Instagram-Kanal des MedIslam Collective abgebildeten Veranstaltungen um keine Lehrveranstaltungen, also um keine offizielle Veranstaltung der Charité im Rahmen der Ausbildung von Medizinerinnen und Medizinern, handelt.“

Charité: Selbstorganisierte Veranstaltungen der Hochschulgruppe

Auf Instagram seien von der Gruppe selbstorganisierte Veranstaltungen zu sehen, für die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt worden seien. „Aufgrund der aktuellen Hinweise und zur Sicherstellung eines diskriminierungsfreien, integrativen und wertebasierten Hochschulraums wird der Gruppe ab sofort und bis auf weiteres die Durchführung von Aktivitäten und Veranstaltungen in den Räumlichkeiten der Charité untersagt.“

„Eine weitere inhaltliche und rechtliche Prüfung der Aktivitäten der Gruppe wird durchgeführt.“ Ob weitere Maßnahmen eingeleitet werden, sei abhängig vom Ergebnis der Prüfung. Der Vorstand sei diesbezüglich im Austausch mit der Studierendenvertretung der Charité.

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