Mieten in Berlin

Kampf gegen Vermieter: Warum ich mich in Berlin als Mieter wie Freiwild fühle

Post vom Vermieter bedeutet selten etwas Gutes. So auch bei unserem Autor, der unerwartet zu einer saftigen Nachzahlung aufgefordert wurde.

Clint Lukas
7 Min
In der Wohnung bleiben, aber zu welchem Preis? Protest gegen Heimstaden am Wildenbruchplatz in Berlin-Neukölln.

In der Wohnung bleiben, aber zu welchem Preis? Protest gegen Heimstaden am Wildenbruchplatz in Berlin-Neukölln.

© Bildgehege/imago

Ich hatte gute Laune am Vormittag des 19. Dezembers 2024. Sie wurde sogar noch besser, als ich eine E-Mail von Heimstaden bekam, meinem Vermieter. Seit Monaten hatte ich darauf gewartet, weil ich mit einer saftigen Heizkostenrückzahlung rechnete. Das ganze Jahr 2023 hatte ich noch die wegen des Krieges erhöhten Fernwärmepreise gezahlt. Diese waren ja aber längst nicht mehr aktuell.

Ich öffnete die Mail und siehe da: Es sollte tatsächlich eine Rückzahlung geben, allerdings nur 171,50 Euro, und zwar für Mai bis Dezember 2023. Noch während ich darüber grübelte, was dieser merkwürdige Zeitraum zu bedeuten hatte, kam eine zweite E-Mail mit einer Abrechnung für Mai 2022 bis April 2023. Darin wurde eine Forderung von 1885,37 Euro erhoben. Ich nehme an, das war die Art von Heimstaden, mir fröhliche Weihnachten zu wünschen.

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