Deutsch-deutsche Geschichte

Grenzgänger auf dem Brocken: Zwischen dem deutschen Totholz wächst neues Grün

Günter Polauke hat den besonderen Punkt an der ehemaligen Systemgrenze überschritten. Menschen sprechen über das „freie Besteigen des Brockens als eine Wohltat“.

Maritta Adam-Tkalec Maritta Tkalec
3 Min
Deutsche Zustände: freier Blick auf den Brocken – weil der Wald tot ist.

Deutsche Zustände: freier Blick auf den Brocken – weil der Wald tot ist.

© Günter Polauke

Günter Polauke hat auf seiner Wanderung entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze den Brocken erreicht. Der ehemalige DDR-Grenzsoldat und frühere Bürgermeister des Stadtbezirks Treptow hat damit nicht nur den mit 1141 Metern höchsten Punkt der Tour passiert, sondern auch den markantesten der 1400 Kilometer langen Strecke Grünes Band.

Gleich nach dem Mauerbau wurde der Brocken im August 1961 als unmittelbares Grenzgebiet zur militärischen Sperrzone erklärt und blieb über Jahrzehnte der Bevölkerung unzugänglich. Der Gipfel wurde zum Militärposten und zur Spionagestation, bewacht von der 7. Grenzkompanie Schierke, die auf dem Gipfel stationiert und im Bahnhof untergebracht war. Eine drei Meter hohe Sperrmauer aus umgekehrt T-förmigen Betonelementen umgab den Gipfel.

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