Nach monatelangen Verhandlungen steht fest: Die Berliner Hochschulen müssen im kommenden Jahr keine weiteren Kürzungen befürchten. Wie der RBB berichtet, einigten sich die Berliner Hochschulen und der Senat am Mittwochabend auf ein neues Finanzierungsmodell. Dennoch dürfte an den Hochschulen Ernüchterung herrschen.
Denn die für dieses Jahr bereits beschlossenen Kürzungen bleiben bestehen, sollen aber durch Rücklagen der Hochschulen in den kommenden Jahren teilweise aufgefangen werden. Insgesamt sollen im Rahmen eines sogenannten Solidarmodells bis 2028 rund 156 Millionen Euro verteilt werden. Kleinere Hochschulen sollen dabei besonders unterstützt werden.
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14 Prozent weniger Studienplätze
Aus der Politik kommen überwiegend positive Reaktionen. Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra (SPD) erklärte: „Wir werden in den nächsten vier Jahren rund 6,8 Milliarden Euro allein mit den Hochschulverträgen in unsere Hochschulen investieren.“ Ganz beschlossen sind die Mittel jedoch noch nicht – alle elf staatlich anerkannten Berliner Hochschulen müssen dem Änderungsvertrag einzeln zustimmen.
Unabhängig davon stehen für die kommenden Jahre tiefgreifende Veränderungen an. Aufgrund der bereits beschlossenen Einsparungen muss das Studienangebot deutlich reduziert werden. Bis zu 14 Prozent weniger Studienplätze wird es geben. Besonders Studiengänge mit geringer Nachfrage sollen gestrichen werden – doch auch beliebte Fächer bleiben nicht verschont. HU-Präsidentin Julia von Blumenthal warnte: „Es wird für die Studierenden in der Zukunft weniger Chancen geben.“
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