Vor dem Eingang zum Innenhof stehen drei LKA-Beamte und langweilen sich. Sie warten auf den Bundesvorsitzenden der Grünen, Felix Banaszak, der hier in Magdeburg-Buckau gleich mit den Bürgern ein Bier trinken will. Eine rechte Gruppe hatte zur Gegendemo aufgerufen, gekommen ist niemand. „In Sachsen-Anhalt“, sagt ein junger Grüner aus dem Kreisverband, „interessieren sich nicht mal die Nazis für uns.“
Immerhin rund hundert Besucher haben unter einer alten Platane Platz genommen. Über ihnen wehen bunte Wimpel, aus einem Backsteinhaus hängt eine Pride-Flagge. Alles sehr gediegen. Mehr Nachbarschaftsfest als Bürgerdialog. „Bestimmt achtzig Prozent hier sind Grünen-Mitglieder“, sagt der junge Kreisverbandler. Man ist also unter sich.
Ostdeutschland
Die Grünen wollen jetzt mit „dem Osten“ reden – nur nicht mit dem ganzen
Angeblich wollen die Grünen jetzt den Osten verstehen und ganz viel reden. Doch jeder Kontaktversuch zu ihrem Vorsitzenden wird abgeblockt. Über eine vergebliche Reise nach Magdeburg.
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Der Grünen-Chef Felix Banaszak in Magdeburg.
© Benjamin Pritzkuleit/Berliner Zeitung
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