Die deutsche Chemieindustrie ist so schwach wie seit mehr als 30 Jahren nicht mehr. Die Kapazitätsauslastung brach laut Angaben des Branchenverbands VCI im zweiten Quartal massiv ein und erreichte nur noch 71,7 Prozent – der niedrigste Wert seit 1991. Erst ab einer Auslastung von rund 82 Prozent gelten die Anlagen als rentabel.
Vor allem Ostdeutschland ist von der Krise betroffen. Erst vor wenigen Wochen warnten Chemie-Experten gegenüber der Berliner Zeitung, dass die angekündigten Werksschließungen in Schkopau (Sachsen-Anhalt) und Böhlen (Sachsen) massive Jobverluste nach sich ziehen könnten. Die Chemieindustrie zählt zu den tragenden Säulen der ostdeutschen Wirtschaft. Große Standorte wie Leuna, Schkopau oder Bitterfeld-Wolfen prägen ganze Regionen und sichern dort Tausende Arbeitsplätze – nicht nur in den Werken selbst, sondern auch bei Zulieferern und Dienstleistern.
Wirtschaft
Größte Chemie-Krise seit 1991: Ostdeutschland droht der Job-Kollaps
Die Chemieindustrie zählt zu den tragenden Säulen der ostdeutschen Wirtschaft. Experten warnen – und ganze Regionen bangen um ihre Zukunft.
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Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Christof Günther, Geschäftsführer der InfraLeuna GmbH, bei ihrem Besuch im Chemiepark Leuna am 28. Juli.
© Hendrik Schmidt/dpa
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