Polemik gegen das Bürgergeld, Lästereien über „faule“ Deutsche und Kritik am überteuerten Sozialstaat. In den letzten Wochen hat sich die neue Bundesregierung beim Thema Arbeit in der Bevölkerung nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Und nun kommt der nächste kontroverse Vorschlag. Friedrich Merz (CDU) will die 48-Stunden-Woche einführen und den Acht-Stunden-Tag beerdigen.
Beschäftigte sollen künftig bis zu 13 Stunden am Stück arbeiten dürfen – begründet mit dem Versprechen größerer Flexibilität. In Wahrheit steht dahinter dieselbe Logik, die Merz schon bei seinen Tiraden über die angeblich „faulen“ Deutschen bemühte: Wir müssen einfach länger arbeiten, dann kommt der Wohlstand zurück. Doch diese Logik ist nicht nur falsch, sie blendet auch die eigentlichen Probleme des Landes aus.
Wirtschaftskrise
48-Stunden-Woche? Merz drängt auf mehr Arbeit – und übersieht das Kernproblem
Friedrich Merz will die 48-Stunden-Woche. Aber nicht die Beschäftigten bremsen Deutschland – sondern fehlende Produktivität und falsche Politik. Ein Kommentar.
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Merz will längere Arbeitszeiten, um den Wohlstand zu retten. Aber Deutschlands Schwäche liegt nicht an den Menschen, sondern an Produktivität und System.
© Florian Gaertner/imago
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