Aktivismus

„Die Klimakleber sind zurück“: Polizei beschlagnahmt 644 Flaschen Sekundenkleber

Die Klimaaktivisten waren am Montagmorgen am Konrad-Adenauer-Haus. Dort blockierten sie mit Sekundenkleber die Türen. Am Abend zuvor beschlagnahmte die Polizei einige der Utensilien.

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Die Neue Generation war am Montag mit einer Protestaktion am Konrad-Adenauer-Haus.

Die Neue Generation war am Montag mit einer Protestaktion am Konrad-Adenauer-Haus.

© Sascha Meyer/dpa

Die „Neue Generation“ (früher als „Letzte Generation“ bekannt) ist am Montagmorgen in die CDU-Parteizentrale in Berlin eingedrungen. Wie die Gruppe mitteilte, verschafften sich Aktivisten Zugang zum Konrad-Adenauer-Haus. 

Unter dem Motto „Die Klimakleber sind zurück“ sei Sekundenkleber zum Einsatz gekommen, um Türen und Eingänge zu blockieren und „die Machenschaften der CDU aufzuklären“. Zudem hätten sich Unterstützer der Neuen Generation am Haupteingang der Parteizentrale eingefunden und ein Schild mit der Aufschrift „Eingang geschlossen, MerzMafia-Ermittlungen“ hochgehalten.

Letzte Generation wurde als Klimakleber bezeichnet

„Der Neologismus ‚MerzMafia‘ soll auf die Machenschaften und Verstrickungen hinter Merz und seinen vielschichtigen Wirtschafts- und Lobbykontakten aufmerksam machen“, so die Aktivisten. Zum Ende des Protests trugen die Aktivisten einen Koffer mit der Aufschrift „belastendes Material der MerzMafia“ aus dem Gebäude. Mehrere Menschen wurden festgenommen. 

Mit dem Protest am Montag läutet die Neue Generation die zweite Phase der sogenannten Revolution Days ein, welche sich an das zweite Parlament der Menschen anschließt, das am gestrigen Sonntag zu Ende ging. Die Neue Generation kündigte dazu eine neue Protestwelle im Oktober an.

Bereits in der Nacht zu Montag beschlagnahmte die Berliner Polizei im Hansaviertel diverse Utensilien von „Personen einer Klimaprotestbewegung“. Polizisten überprüften gegen 22 Uhr in der Händelallee sechs Personen, die zuvor mehrere Utensilien wie Farbeimer, Sprühdosen, Transparente und Werbematerialien in einen Miettransporter luden. Insgesamt seien unter anderem 644 Flaschen Sekundenkleber, 32 Packungen Tapetenkleister, ein Transparent in einer Größe von 10 mal 15 Meter, zehn Pinsel, 80 Farbspraydosen, sieben Farbbehälter, Beutel mit Sand, Vorhängeschlösser und Ketten beschlagnahmt worden. Es wurden keine Straftaten festgestellt. Nachdem die Personalien der Personen überprüft wurden, konnten sie ihren Weg wieder fortsetzen.

Die Letzte Generation gründete sich im Jahr 2022. Bekannt wurden die Aktivisten durch Aktionen, bei denen sie sich auf Kreuzungen, Flughäfen oder an Gemälde in Museen klebten – auch in Berlin. Ende 2024 kündigte die Gruppierung eine Umbenennung und strategische Neuausrichtung an. Sie teilte sich im Februar 2025 in „Neue Generation“ und „Widerstands-Kollektiv“ auf. Die Aktivisten kündigten an, sich zukünftig anderen Protestformen als dem Festkleben widmen zu wollen.

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In Berlin, Brandenburg sowie anderen Bundesländern gab es Ermittlungen und Durchsuchungen gegen die Gruppe wegen Verdachts auf eine kriminelle Vereinigung. Im März dieses Jahres wurden mehrere Köpfe der Bewegung vor dem Landgericht München wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung angeklagt.

Für bundesweite Schlagzeilen sorgten Aktionen wie das Bemalen des Brandenburger Tors mit oranger Farbe, das Schäden mit hohen Kosten verursachte. Zudem traten mehrere Aktivisten vor der Bundestagswahl 2021 in den Hungerstreik.

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