„Gut der Hälfte der Beschwerden kann abgeholfen oder teilweise abgeholfen werden“, ergänzte die Leiterin der Beschwerdestelle, Maike Caiulo-Prahm. Alle Anliegen würden entweder an die zuständige Behörde weitergeleitet oder es werde ein passendes Hilfsangebot gesucht.
Geflüchtete können sich per Telefon, Mail oder im Büro vor Ort an die Hilfsorganisation wenden. Für die Beschwerdestelle arbeiten knapp 30 Mitglieder der Johanniter, die 16 verschiedene Sprachen beherrschen.
Außerdem gehen die Mitarbeiter auch in die mehr als 90 Flüchtlingsunterkünfte in Berlin. Dort bieten sie zum Beispiel Sprechstunden an. Beschwerden anonym abzugeben ist ebenfalls möglich. „Die Leute haben unglaublich viel Angst“, sagte Caiulo-Prahm. „Die haben so Angst, dass wenn sie sich beschweren, dass sich dies auf ihr Asylverfahren auswirken könnte.“
Susanna Kahlefeld, Sprecherin für Engagement und Beteiligung (Grüne) und Katina Schubert, flüchtlingspolitische Sprecherin der Linksfraktion, stehen hinter dem Projekt. „Das ist eine wichtige Sache, und hier bekommt man tatsächlich Unterstützung und Hilfe“, sagte Schubert.
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