Ankara blockiert

Schweden und Finnland sprechen mit Türkei über Nato-Beitritt

Am Dienstag treffen die Regierungen Schwedens und Finnlands auf den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Der signalisiert keine Kompromissbereitschaft.

Team News Kathrin Merz dpa/AFP/kme
2 Min
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan blockiert den Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan blockiert den Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands.

© AP/Vladimir Smirnov, Sputnik, Kremlin Pool

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat auch einen Tag vor Beginn des Nato-Gipfels keine Kompromissbereitschaft in Sachen Nato-Norderweiterung signalisiert. „Morgen werden wir zum Nato-Gipfel in Spanien gehen und alles Notwendige im Einklang mit den Rechten und Interessen unseres Landes tun“, sagte Erdogan nach Regierungsangaben am Montag. Den Gesprächspartnern werde man die „Scheinheiligkeit“ gegenüber „Terrororganisationen“ mit „Dokumenten, Informationen und Bildern“ erklären.

Erdogan hat Einspruch gegen den Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands eingelegt. Er wirft ihnen Unterstützung von „Terrororganisationen“ vor. Die 30 Nato-Staaten treffen sich ab Dienstag zu einem mehrtägigen Gipfel in Madrid. Die Regierungen Schwedens und Finnlands sprechen am Dienstag unmittelbar vor dem Gipfel mit Erdogan über ihre Anträge auf Aufnahme in die Militärallianz. An dem Treffen zwischen Erdogan, der schwedischen Ministerpräsidentin Magdalena Andersson und dem finnischen Präsidenten Sauli Niinistö in Madrid wird auch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg teilnehmen.

Der türkische Hinweis auf „Terrororganisationen“ bezieht sich auf die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK und die syrische Kurdenmiliz YPG, die Schweden und Finnland angeblich unterstützten - was beide Länder zurückweisen. Schweden und Finnland haben bereits Mitte Mai die Aufnahme in die Nato beantragt.

Erdogan wiederholte zudem am Montag seine Ankündigung einer neuen Offensive in Syrien. Die werde beginnen, sobald die Vorbereitungen abgeschlossen seien. Ankara begründet diese mit dem Kampf gegen die YPG. Das Land hält bereits Gebiete im Norden Syriens besetzt.

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